Die CDU ist 75 Jahre alt geworden. Grund geug zum Feiern, denn wir haben in dieser Zeit 50 Jahre den Bundeskanzler gestellt.

 

Senioren-Union der CDU: Maskenpflicht bleibt unverzichtbar


Die Senioren-Union der CDU lehnt zu frühe Lockerungen in der Corona-Krise entschieden ab. „Eine Abschaffung der Maskenpflicht z.B. wäre ein Skandal, weil damit die Weiterverbreitung des Virus erleichtert werde und insbesondere die Älteren gefährdet seien“, mahnte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff, am Montag in Berlin.
Wulff sprach sich zudem dafür aus, in einem ersten Schritt flächendeckende Tests in Pflegeheimen und Krankenhäusern durchzuführen und im Übrigen bei der Ausweitung der Corona-Tests dem Beispiel Bayerns zu folgen. „Ziel muss es letztlich sein, dass sich alle Bürger kostenlos auf eine Infizierung mit dem Virus testen lassen können“, sagte Wulff. Eine solche zahlenmäßige Ausdehnung der Tests decke sich auch mit Forderungen zahlreicher Epidemiologien.
Mit Blick auf die Sommerferien äußerte Wulff „größte Sorgen“, dass Touristen bei der Rückkehr aus Risikogebieten nach Deutschland das Virus verbreiten. „Eine freiwillige Quarantäne etwa für Auslandsreisende können die Gesundheitsämter kaum kontrollieren.“ In diesem Zusammenhang fordert die Senioren-Union verstärkte Stichproben auf Einhaltung der Quarantäne-Anordnungen bei Rückkehrern. Verstöße sollten spürbare Geldbußen nach sich ziehen.
Wulff appellierte an die Politik, bei allen Lockerungsbemühungen die höheren Risiken für die Bevölkerung und speziell die ältere Generation nicht aus dem Auge zu verlieren.

Hilfen gegen Einsamkeit

Sechs Millionen Senioren in Deutschland leben allein in der Wohnung. Gerade für einsame Ältere sind die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegen des Corona-Virus besonders belastend. Während das Virus die Menschen weltweit in Atem hält, tüfteln engagierte Helfer nach Wegen, wie sich die gesundheitsgefährdende Isolation aufbrechen lässt. Denn nicht nur das Virus kann Leben kosten: Einsamkeit durch Isolation fördert Depressionen, Demenz und erhöht die Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle im Alter, Wer keinen Kontakt zu Familienangehörigen, Freunden und Bekannten hat, der verkümmert schnell ohne regelmäßige Gesprächs- und Hilfsangebote.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat jetzt weltweit eine Reihe von bemerkenswerten Rezepten gegen die Einsamkeit gesammelt. In London haben Pflegeheime die Aktion „Adoptiert Großeltern“ ins Leben gerufen. Wer Englisch spricht, kann sich mit einsamen Senioren per Video, Telefon und/oder Briefeschreiben austauschen. Ein überwältigender Erfolg: Mehr als 50 000 Menschen aus der ganzen Welt haben sich beworben, ihre neuen Großeltern kennenzulernen. Die Pfleger fragen nach Hobbys und Interessen und suchen dann geeignete „Ersatz-Omas“ aus.

Im US-Bundesstaat Pennsylvania gehen die freiwilligen Helfer einen fantasievollen anderen Weg gegen die Einsamkeit. In North Yorkshire haben Nachbarn ein einfaches Hilfssystem organisiert: In Wohnungen von einsamen Alleinstehenden hängt ein grünes, gelbes oder rotes Plakat im Fenster. Grün heißt, es geht mir gut, bei Gelb bittet der Bewohner um Hilfe beim Einkauf. Rot heißt Alarm, der Senior benötigt sofort Hilfe.

Findig zeigt sich auch die französische Post. Dort können Bewohner oder deren Angehörige und Freunde gegen eine kleine Gebühr von 40 Euro im Monat einen regelmäßigen Service buchen. Der Briefträger klingelt auf seiner Runde und fragt, ob der Bewohner etwas benötigt. In der Corona-Krise bietet die Post Älteren, die sich den Service nicht leisten können, sogar kostenlos Hilfe an. Erste Regionen in England und Südkorea haben das Modell inzwischen übernommen. In Deutschland rufen soziale Träger wie die Caritas in vielen Orten auf Wunsch einsame Senioren an.

Wilfried Goebels

Senioren-Union der CDU begrüßt Lockerungen und fordert mehr Schutzvorkehrungen in Alten- und Pflegeheimen

Der Bundesvorstand der Senioren-Union der CDU begrüßt nachdrücklich die von Bund und Ländern aktuell beschlossene Lockerung von Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise. Allerdings sei man mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel einig, die vor zu schnellen und weitgehenden Schritten warnt und außerdem größte Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen anmahnt.

Die Senioren-Union hält es auch für richtig, dass Einschränkungen dann wieder angeordnet werden, wenn in Landkreisen die Zahl der Neuinfektionen auf mehr als 50 je 100.000 Einwohner ansteigt. „Lieber wäre uns freilich eine Messzahl von 35 gewesen, wie diese auch von der Bundeskanzlerin angedacht war“, sagt Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der CDU-Senioren anlässlich einer Telefonkonferenz der Vereinigung in Berlin und betont weiter, „dass länderspezifische Regeln keineswegs hinderlich sein müssen, wenn es um bestmögliche Vorkehrungen zum Schutz vor Weiterverbreitung des Corona-Virus geht.“

Beim Schutz der Bevölkerung vor der Ansteckungsgefahr dürfe es keine Unterscheidung aufgrund des Lebensalters geben. Das Postulat gem. Art 1 Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gelte altersunabhängig für Jung und Alt. Deswegen gilt die Sorge der Senioren auch der Situation in Alten- und Pflegeheimen. Selbst wenn die ältere Generation zur größten durch Covid-19 gefährdeten Risikogruppe gehören, dürfe man Ältere nicht dauerhaft einsperren. Depressionen, Essstörungen und posttraumatische Belastungen wären zwangsläufige Folge. Die oft alleinstehenden Bewohner leiden unter der Isolation und dem fehlenden Kontakt zu Kindern, Enkeln und Urenkeln. Dieser könne durch Telefonanrufe oder Bildtelefonie nicht oder nur unzureichend ersetzt werden. Vorsichtige Schritte zu einem Ausweg aus Besuchsverboten und Kontaktsperren helfen sowohl den leidenden Heimbewohnern als auch den oft verzweifelten Angehörigen.

Bis zu umfassenderen Lockerungen der Kontaktsperren müssten in den Heimen Vorkehrungen getroffen werden, die einerseits Besuchermöglichen, andererseits zum Schutz vor weiteren Infektionen beitragen. Dazu verlangt die Senioren-Union u.a. vermehrte Viren-Tests für Mitarbeiter und Bewohner, die Einrichtung von speziellen Besuchszimmern ggf. mit Trennwänden, Schutzanzüge, Mund- und Nasenschutz sowie Desinfektionsmittel für Besucher und Kontaktpersonen. Ziel müsse sein, eine verantwortungsbewusste Balance zwischen Schutzmaßnahmen, individueller Selbstbestimmung und emotionaler Zuwendung in Form persönlicher Kontakte zu finden.

Gleichzeitig fordert die Senioren-Union ein konsequentes und strenges Vorgehen gegen solche Personen, die sich teils mit provokanten Aktionen bewusst über Kontaktbeschränkungen hinwegsetzen und so sich und andere Menschen leichtsinnig gefährden.

Auch müsse man mit Nachdruck der Verbreitung verworrener Parolen und absonderlicher Theorien mit abstrusen Inhalten entgegentreten, die Verbreitung von Unsicherheit, Angst und Panik in der Bevölkerung zum Ziel haben.

Neue Betrugsmaschen gegen Senioren

 

Senioren geraten in jüngster Zeit immer häufiger ins Visier perfider Betrüger. Die Polizeibehörden warnen vor der neuesten Masche: Dabei kombinieren Verbrecherbanden den Enkeltrick mit dem Auftreten falscher Polizisten. In Einzelfällen wurden so mehrere zehntausend Euros ergaunert. Da ruft ein vermeintlicher Neffe an und bittet in einem finanziellen Engpass kurzfristig um eine größere Summe. Kurze Zeit später meldet sich unter der Rufnummer 110 ein falscher Polizist, der um Mithilfe bei der Verfolgung des „Enkels“ ersucht. Die Frau solle zur Bank gehen und das Geld abholen - Zivilfahnder seien vor Ort, um den Täter festzunehmen. Eine ganz miese Masche, schließlich sind auch die „Zivilfahnder“ Bandenmitglieder.

Die Polizei warnt eindringlich vor den Telefonbetrügern. Wenn die Nummer 110 auf dem Display des Telefons auftaucht, sollten die Alarmglocken läuten. Schließlich ruft die Polizei niemals unter der 110 an. Zudem fordere die Polizei grundsätzlich nicht dazu auf, Bargeld oder Wertsachen herauszugeben. Weitere Tricks der Betrüger: Da klingelt ein Täter an der Tür und bittet um Papier und Stift, weil er einen Aushang machen will, nachdem er einen Schlüssel im Flur gefunden habe. Während die gutmütige Bewohnerin den Stift sucht, entwendet der Täter die Geldbörse.

Sogenannte „Einschleichdiebe“ bieten den günstigen Verkauf von Solarzellen an und schleichen sich so ins Haus. Später klingelt es an der Haustür und während der Bewohner öffnet, durchwühlen die Betrüger die Wohnung. Auch mit dem Verkauf scheinbar wertvoller Enzyklopädien erschwindeln sich Betrüger an Haustüren häufig Tausende Euros. Die teilweise fünf Kilo schweren Bildbände sind als Kapitalanlage völlig ungeeignet.

Die Polizei appelliert an die Senioren, jeden Verdacht den örtlichen Dienststellen zu melden. Dafür sollten sie die 110 selbst eintippen und auf keinen Fall die Rückruftaste der Täter nutzen, um die Polizei zu informieren. Sonst landen sie auch bei der 110 wieder bei den Betrügern.